„Klingendes Kaleidoskop“
Jahreskonzert der Musikakademie VS am Samstag, dem 13.06.2026 um 17:00 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Deutenberg
Am Samstag vergangener Woche präsentierte die Musikakademie VS das breite Spektrum ihres Ausbildungsangebots in einem Jahreskonzert mit bunter Programm-Mischung in der Aula des Deutenberg-Gymnasiums. Den farbigen Reigen eröffnete ein Beitrag des Zupfensembles der Klassen von Felicitas Slupina (Gitarre) und Irene Pengo (Harfe). Mit den Volksliedern „Alle Vögel sind schon da“ und „Der Kuckuck und der Esel“ stellten sie unter Beweis, dass sie die verschiedenen Strophen nicht nur in variierenden Arrangements musizieren, sondern dazu auch textsicher singen konnten.

Frida Kreutzer und Valentina Meier aus der Klasse von Christof Mössmer spielten mit „Red Flag“ und „Double Mint“ zwei kernige Posaunen-Duos zeitgenössischer Komponisten. Ida Ruminska aus der Klasse von Natalie Otto intonierte ein liebliches Menuett von Johann Sebastian Bach auf ihrer Querflöte. Nilufer Garayeva aus der Klasse von Daniel Mettenmeyer verwandelte das Klavier mit „Gölün sahilinde“ (zu deutsch „Am Seeufer“) des aserbaidschanischen Komponisten Tofiq Quliyev in ein rauschendes Meer aus Tönen.

Ein Duo mit Luca Ilic am Akkordeon (Klasse Dragan Djokić) und Lotta Härtenstein an der Gitarre begeisterten mit zwei Kompositionen von Jürgen Härtenstein, der an der Musikakademie Gitarre lehrt: „Milonga de mi Buzzele“ und „Das Einhorn, das einen Tango pupste“ hatte er eigens für seine Tochter und ihren Duo-Partner komponiert. Emmy Sun aus der Klavier-Klasse von Seunghwan Kim verbreitete mit einem melancholischen Walzer von Frédéric Chopin romantische Verträumtheit, aus der das Publikum durch Jonas Kreutz an der Trompete (Klasse Jakob Karg) und Linus Zimmermann an der Posaune (Klasse Christof Mössmer) mit zwei fetzigen Traditionals wieder auf rustikalen Boden zurückgeholt wurde.

Marie Heinichen aus der Klasse von Benedikt Dietrich brachte mit einer Bourrée von Leopold Mozart ihre Posaune zum Singen. Luis Nathanael Glatz aus der Klasse von Carina Kaltenbach-Schonhardt interpretierte stimmungsvoll den „Abend auf dem Lande“ von Béla Bartók auf der Violine. Den Abschluss des ersten Programmteils, dessen Mitwirkende in aufsteigendem Alter arrangiert waren, gestalteten zwei 16-Jährige: Priska Volk (Klasse Daniel Mettenmeyer) bewies mit einem Satz aus einer anspruchsvollen Klaviersonate von Joseph Haydn ihr fortgeschrittenes pianistisches Niveau, und Carla Schröder (Klasse Benedikt Dietrich) belegte mit „Der Elefant“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns, dass es kein ausgewachsenes Mannsbild braucht, um eine Tuba klangvoll zu spielen.

Nach der Pause, in der GaD-Schüler mit dem Verkauf gekühlter Getränke ein dankbar angenommenes Gegenmittel gegen die heißen Temperaturen verabreichten, die wegen des Ausfalls der Lüftungsanlage leider auch in der Aula herrschten, gehörte die Bühne dann durchweg den älteren Jugendlichen und junggebliebenen Erwachsenen. Das Gitarren-Ensemble unter Leitung von Stephan D. Weisser musizierte passend zum Wetter und Raumklima „A Bluesy Day in Brazil“ von Morschek und Burgmann, wobei Schlagzeug-Dozent Joe Kenney spontan auf dem Vibraphon eine Improvisation beisteuerte.

Elisa Peixoto aus dem Förderprogramm „Studienvorbereitende Ausbildung (SVA)“ sang zur eigenhändigen Klavierbegleitung mit „Je veux toucher les étoiles“ eine Komposition, an der sie mit Stephan D. Weisser im Fach „Singing/Songwriting“ gefeilt hatte. Lili Ruminska (Klasse Carina Kaltenbach-Schonhardt) spielte auf der Geige zum Tanz einer Polonaise von J. B. Dancla auf.

Madox Hurt (Klasse Dragan Djokić) steuerte mit „Una Mattina“ einen Hit der neoklassischen Klavier-Musik von Ludovico Einaudi bei. Mathilda Brugger (Klasse Delia Varga) schlug mit einem Andante von W. A. Mozart sanfte Flötentöne an, und Serafin Lienhart (ebenfalls ein SVA-Stipendiat) aus der Klasse von Jakob Karg brillierte auf der Trompete mit einem virtuosen Konzertstück von J. Ch. Pennequin. Die Klavierbegleitungen wurden souverän und einfühlsam von den Dozenten Alexandru Szabó, Daniel Mettenmeyer und Matthias Schürmann sowie als Gast von Andrea Heinichen übernommen.

Mit vier Titeln von Horace Silver, Idrees Sulieman und Herbie Hancock gestaltete schließlich die Jazzband der Musikakademie unter Leitung von Joe Kenney den mitreißenden Abschluss und Ausklang eines ebenso vielseitigen wie abwechslungsreichen Konzertkaleidoskops.

Die Mitwirkenden des „Klingenden Kaleidoskops“ der Musikakademie VS ließen einen bunten Klangwirbel erklingen. (Foto: Musikakademie)
