Das nächste Instrumenten-Portrait widmen wir der Tischharfe als bezaubernder Verwandter der Konzertharfe und der Zither.

Entwickelt wurde der Instrumententyp Ende der 1990er Jahre vom fränkischen Landwirt Hermann Veeh, der für seinen vom Down-Syndrom betroffenen Sohn ein Musikinstrument suchte, das dieser trotz seiner Einschränkungen erlernen konnte. Für das Spiel der Tischharfe ist keine Kenntnis der Notenschrift erforderlich, weil der Verlauf von Melodien und Begleitstimmen so auf zwischen Saiten und Resonanzkörper geschobenen Papierschablonen notiert wird, dass die Notenköpfe jeweils direkt hinter den zu zupfenden Saiten stehen.

So einfach und intuitiv die Handhabung des Instruments sein mag, so bezaubernd ist sein geradezu ätherischer Klang, der mit seinen silbrigen Tönen, die nach dem Anzupfen nicht abgedämpft werden, an eine Zither oder Äolsharfe erinnert. Im Ensemble gespielt, ergibt sich dadurch beinahe der Eindruck einer himmlischen Sphärenharmonie.

Weil das Instrument sehr gut auch dann noch erlernt werden kann, wenn man seine schulischen und beruflichen Verpflichtungen bereits hinter sich gelassen und vormittags Freizeit hat, stellen wir die Tischharfe am Mittwoch, dem 15. Juli 2026 um 10:30 Uhr vor, und zwar im Flügelsaal unseres Villinger Unterrichtsgebäudes in der Goethestraße 11.

Der Eintritt ist frei,
schau einfach vorbei! 🙂